Gastbeitrag #5: Erfolge würdigen! Rückschläge nicht dramatisieren!


Es ist wieder Zeit für ein neuen Gastbeitrag! Vielen Dank an Christian von Comotra! Viel Spaß beim lesen und wenn ihr auch etwas veröffentlichen wollt auf unserem Blog, dann schaut doch einfach mal HIER…

________

[Ergänzend zu der Themenreihe: „Das Team“ von Comotra // Erstellt von Christian Eggers]

Nicht gemeckert ist gut gelobt.

Dies ist in der heutigen Arbeitswelt (leider) gang und gebe. Doch ist dies der richtige Weg?
Wurden wir 2014 aus dem Grund Fußball-Weltmeister, weil Jogi Löw oft genug meckerte und im richtigen Moment nicht lobte?

Gewann Nowak Djokovic zum wiederholten Male am 12.07.2015 das Wimbledon-Finale, weil sein Trainer oft genug gemeckert hat?

Erbringen Schüler bessere Leistungen in der Schule, wenn man Ihnen wiederholt Ihre Fehler aufzeigt und meckert?

Erfolge, seien sie noch so gering, werden zumeist (Ausnahmen bestätigen die Regel!) nicht gewürdigt und wenn doch, werden sie schnell wieder vergessen.

Warum ist das so?

Liegt es vielleicht in der Natur des modernen Menschen, dass das Hamsterrad das wir Leben nennen nur funktioniert, wenn wir uns selber antreiben, in dem wir einem Lob hinterherlaufen?
(Gewagte These!)
Jedoch haben wir keine alternative Antwort.

Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass wir verlernt haben regelmäßig zu loben?

Selber haben wir es häufig erfahren, aber auch viele Gespräche mit unserem Umfeld haben ähnliches gar Gleiches ergeben.

Der moderne Mensch vor den
Karren gespannt (der Esel) und
vor ihm an einer Schnur befestigt,
baumelt das Lob (die Karotte)?

Kritik an sich ist nichts Schlechtes.
An ihr können wir uns orientieren. Uns verbessern.
Doch sollte nicht das positive hervorgehoben werden?

Im Sinne von Stärken stärken!
Wir müssen und wir können nicht in all unseren täglichen Aufgaben brillieren.
Dies wird zwar von uns verlangt, doch wenn wir alle unsere Aufgaben mit einer „Schulnote 1“ absolvieren würden, wären wir dann nicht dazu berufen, andere anzuleiten?
Dann würden doch wir alle vorne mit der Kreide in der Hand stehen und anderen zeigen wie sie was und wann zu tun hätten.
Doch selbst die, die diese Aufgabe innehaben, haben nicht einen reinen Schnitt von „sehr gut“.

Man sollte jedoch eher seine Baustellen kennen, sich denen bewusst sein, doch verstärkt sollte sich auf die bereits vorhandenen Stärken konzentriert werden.
Diese sollten unserer Ansicht nach ausgebaut und weiter vertieft werden.
Das soll wiederrum nicht heißen, dass die sogenannten „Baustellen“ nicht mehr beachtet werden müssen. Es soll sich nur nicht auf sie versteift werden.
Wenn man weiß, dass man in gewissen Situationen seine Schwächen hat, kommt man selber darauf was man vielleicht zu ändern hat, ohne dass jemand ständig mit dem Finger in der Wunde bohrt.
(Stichwort: Intrinsische Einsicht)

Liegt die Konzentration unserer
Selbstentwicklung auf unseren
Stärken, so wird sich das Ausbauen
dieser auch positiv auf die
Verbesserung unserer Schwächen
auswirken.

Begründen wollen wir die eben genannte These mit dem eigenen Selbstwertgefühl oder auch dem Selbstbewusstsein.
Werde ich in meinen Stärken gefördert und nicht nur auf Basis meiner vermeintlichen Schwächen gesehen und beurteilt, so wird mein Selbstwertgefühl / Selbstbewusstsein gestärkt.
Dies allerdings bedeutet nicht, dass ich meine vermeintlichen Schwächen außer Acht lasse.
Ich bekomme nun einen anderen Blickwinkel darauf. Nämlich einen verstärkten.
Verstärkt durch neues (zusätzliches) Selbstwertgefühl.

Betrachten wir unsere vermeintlichen Schwächen, mit dem neuen (zusätzlichen) Selbstwertgefühl, welches wir durch die Würdigung unserer Erfolge erlangt haben, so hat sich doch unser eigener Standpunkt, durch das erhöhte Selbstwertgefühl verändert.

Auch wenn wir es vielleicht nicht bewusst wahrnehmen, sehen wir jedoch selbst neue Möglichkeiten (unbewusst) unsere vorrangegangen fehlerhaften Taten / Arbeitsschritte neu anzugehen und zu betrachten.
Wir haben eine intrinsische Einsicht, welche durch Belobigung unsere Ansicht verändert hat.

Vermeintliche Schwächen, werden
durch zusätzlich erlangtes
Selbstwertgefühl, welches wir
durch das Stärken unserer Stärken
erlangt haben, nach und nach
eliminiert.
Grund hierfür ist eine neue innere
Einstellung, die uns (vielleicht
unbewusst oder auch bewusst)
wachsen lässt.
Durch das Würdigen von Erfolgen
werden somit nicht nur unsere
Stärken gestärkt, sondern auch
unsere vermeintlichen Schwächen,
werden, durch eine neue innere
Einstellung von uns selbst, neu
betrachtet.

 

Rückschläge sind die Folge von unseren fehlerhaften Taten, welche uns anleiten sollten, uns selbst zu überdenken.
Das Überdenken von uns selbst ist schon ein großer Fortschritt für die eigene Entwicklung im Ganzen.

Der Fokus sollte jedoch auf den Stärken und auf dem Würdigen von Erfolgen liegen, denn diese ziehen am Ende eine positive Entwicklung des Ganzen mit sich!

Folgen Sie uns auch auf: Facebook

©Copyright: Ausschließlich beim Ersteller des Blogs sowie Comotra

_________

Hier nochmal seperat die Links zu den Social Media Seiten von Comotra und Christian:

Link Comotra

Link Facebook

Advertisements

3 Gedanken zu “Gastbeitrag #5: Erfolge würdigen! Rückschläge nicht dramatisieren!

  1. Ich finde der Betrag (und der erste Kommentar) sind etwas sehr dramatisch. Der Grundansatz sich auf seine Staerken zu konzentrieren ist definitiv richtig, dort koennen nicht nur wesentlich groessere Lernfortschritte erziehlt werde, es macht aus mehr Spass. Viele Schwaechen sind auch einfach erfundener Natur: nicht stillsitzen koennen, ungehorsam,.. Wenn man sich einen koerperlich anspruchsvollen Beruf sucht ist ersteres wohl kein Problem, das zappeln kommt ja nur von der Unterforderung weil man die ganze active Zeit des Tages in der Schule sitzt (oder an den Hausaufgaben) Letzteres ueber insbesondere Kinder zu sagen ist einfach nur Selbstverleumdung schliesslich will kein Erwachsener anderen gehorchen.
    Ein anderer Punkt ist:
    Nicht jeder Rueckschlag ist ein Ergebnis eines Fehlers und nicht jeder Erfolg ausdruck von intelligenten Entscheidungen. Es wird haeufig der Fehler gemacht einen Entscheidungsprozess anhand des Ergebnisses zu bewerten. Das ist Schwachsinn, da nicht alle Parameter am Anfang feststanden oder vorhersagbar waren.
    Beispiel: Wenn man 100000 Affen auf den Deutschen Aktien Index DAX setzen lassen wuerde und immer eine Haelfte auf steigen und eine auf fallen setzt und die, die richtig lagen wieder halbe halbe hat man nach ca. 16 Wiederhohlungen den super Affen, der immer richtig lag, aber leider keinen deut schlauer ist als die anderen.

    Solche Rechenbeispiele sollte man immer im Hinterkopf behalten, bei Scheitern wie bei Erfolg, vielleicht ist man selber nur der super Affe…

    LG
    Paul

    Gefällt mir

  2. „Das Überdenken von uns selbst ist schon ein großer Fortschritt für die eigene Entwicklung im Ganzen.“. reicht nicht.
    der selbstwert der meisten menschen wurde im baby-alter von den eigenen eltern zerstört.: hör auf zu heulen, das … macht nichts, beeil dich, wann lernst du das endlich usw. und hörte nie auf. sie stülpten ihr eigenes EGO dem kind über.
    das bedeutete, dass das kind sich selbstverneinen musste, sich selbst als ungenügend ansehen musste und sich hassen begann.
    all das tat es, weil die eltern unmöglich irren konnten, das waren ihre liebesbezeugung. lob gab es nicht,nicht-lob schien liebe, beschimpfung = aufmerksamkeit = liebe/ anerkennung und seit dem geht das ununterbrochen so … gefunden bei Arno Grün und den Psychologen auch deren forschung .

    das erfahrene geben die menschen weiter, weil es nur so sein kann.
    drum kennen wir nichts anderes mehr an allen orten in dieser gesellschaft. kultur wurde daraus oder besser unkultur.
    mit überdenken geht nichts, weil das baby den schrecken bereits im unbewussten stadium erfahren hat.
    allein kann man an die problematik nicht herankommen. die hilfe von fähigen psychologen oder menschen, die die psyche kennen, ist angebracht.
    zuerst muss der SELBSTWERT eingebaut werden und im laufe der zeit immer mehr SELBSTLIEBE.
    dann ist ALLES GUT. dann kann man LIEBE weitergebe.
    BIN LUISE

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s